Die drei Finanzpläne

Geld Puzzle

Wir alle wollen wohlhabend sein. Um das zu erreichen, bedarf es laut Kyosaki, Tony Robbins und anderen, drei finanzielle Pläne. Leider sind die Pläne viel zu wenigen Menschen bekannt. Denn wäre dem so, hätten nicht so viele Menschen Schulden und es würden weniger Limousinen, Oberklasseautos und SUVs, die mit Krediten finanziert sind, durch die Gegend fahren. Aber da finanzielle Fähigkeiten nicht in der Schule gelehrt werden, bleibt es den meisten Menschen verwehrt wohlhabend zu werden. Vielleicht sollten wir uns deshalb stärker an die Worte von Mark Twain halten.

Don’t let school interfere with your education -Mark Twain

Aber zurück zu den drei finanziellen Plänen. Jeder der drei Pläne hat ein bestimmtes Ziel. Jeder Plan baut auf den darunter liegenden Plan auf. Daher müssen die Pläne auch genau in dieser Reihenfolge abgearbeitet werden. Die drei Pläne lauten wie folgt:

  • Finanzieller Schutz
  • Finanzielle Sicherheit
  • Finanzielle Freiheit

Nun kannst du dir sicher nicht viel darunter vorstellen. Wir gehen gleich in die Details. Vorher möchte ich aber nochmals betonen, wie wichtig die Einhaltung der Reihenfolge ist. Erst wenn du nicht Monat für Monat auf das Gehalt angewiesen bist, kannst du die Innere Ruhe finden, um dich auf die nächste Stufe zu konzentrieren. Der erste Schritt um Reich zu werden, ist nicht Bankrott zu sein.

Das Vermögen, das du durch die Drei Pläne aufbaust, kannst du auch „Fuck You“-Money nennen. Desto weiter fortgeschritten du bei der Umsetzung der Pläne bist, desto lauter kannst du „Fuck You“ sagen. Nervt dich dein Vorgesetzter? Fuck You, ich kündige. Hast du keine Lust auf deinen nervigen Kollegen? Fuck You! Jemand möchte, dass du etwas für Ihn erledigst? Fuck You!

Lasst uns die Pläne im Detail ansehen:

Finanzieller Schutz

In diesem Plan geht es darum ein finanzielles Schutzpolster aufzubauen. Der finanzielle Schutz beschreibt die Summe, die benötigt wird, um eine gewisse Zeit ohne Kapitaleingang auszukommen.

Beispielsweise brauche ich 1700€ netto pro Monat, um meine Ausgaben zu decken. Das ist der minimalste Betrag um alle Rechnungen zu bezahlen. Werde ich plötzlich arbeitslos, oder habe aus irgendwelchen anderen Gründen einen Verdienstausfall, möchte ich mindestens 6 Monate überleben können, bevor wieder Einkommen vorhanden sein muss. In meiner Branche brauch man derzeit zwar eher 6 Tage als 6 Monate, bis wieder Arbeit vorhanden ist, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Deshalb ist es für mich sinnvoll mindestens 10200€ (6x 1700€) anzusparen. In der Praxis hat sich für mich ein separates Konto bewährt. Ganz nach dem Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn“.

Finanzielle Sicherheit

Als nächstes geht es an die finanzielle Sicherheit. Bei diesem Plan erreicht man die Bezahlung der monatlichen Fixkosten ohne Verringerung des Eigenkapitals. Das heißt, das Eigenkapital bleibt konstant.

Um wieder mich selbst als Beispiel zu nehmen: Ich habe 10200€ auf einem Konto gebunkert und den Finanziellen Schutz erreicht. Nun geht es darum herauszufinden, wie viel Anlagekapital ich benötige, um 1700€ für meine monatlichen Kosten, durch Dividenden, Zinsen, Mieteinnahmen und Transaktionen zu erzielen. Da ich auch einige unkonventionelle Anlagen und Einnahmequellen habe, gehe ich davon aus, dass ich 8% Rendite pro Jahr erwirtschaften kann. Wenn ich nun anfange zu rechnen, komme ich abzüglich Steuern auf ein Anlagevermögen von 303.000€.

Finanzielle Freiheit

Das ultimative Ziel der finanziellen Freiheit ist erreicht, wenn du monatlich so viel Geld zur Verfügung hast, um deine Wünsche und Träume zu verwirklichen, ohne dein Anlagevermögen anzufassen.

Auch hier wieder ein Beispiel: Ich habe jetzt 303.000€ Anlagekapital erreicht und könnte nun meine Ausgaben allein durch das passive Einkommen decken. Allerdings möchte ich in Zukunft einen etwas luxuriöseren Lebensstil pflegen. Nachdem ich eine detaillierte Aufstellung gemacht habe, komme ich zu dem Fazit, dass ich mit 8300€ netto pro Monat wunderbar leben könnte. Auch hier berechne ich wieder das notwendige Anlagekapital auf Basis, der angestrebten 8% Rendite. Nachdem auch hier wieder die Berechnung inklusive Steuern durchgeführt wurde, komme ich auf ein nötiges Anlagekapital von 1.648.000€.

Wo stehe ich aktuell?

Auch ich gehe exakt nach diesen Plänen vor. Ich selbst habe den finanziellen Schutz erreicht und arbeite derzeit an meiner finanziellen Sicherheit. Den finanziellen Schutz habe ich mit 10200€ Rücklagen bemessen. Die finanzielle Sicherheit mit 1700€ passivem Einkommen pro Monat. Der Betrag wäre wesentlich niedriger, hätte ich nicht noch einige finanzielle Verpflichtungen. Diese gehen aber auch massiv zurück, sodass es durchaus passieren kann, dass ich das Ziel nicht durch höheres Einkommen, sondern durch geringere Ausgaben erreiche.

Wo stehst du?

Die einzige Frage, die jetzt bleibt, ist: Wo stehst du?  Wie viel Geld benötigst du um deinen finanziellen Schutz, die finanzielle Sicherheit und schließlich deine finanzielle Freiheit zu erreichen? Erstelle deine finanziellen Pläne und finde es heraus!

 

Antifragile Investments

Fragiles Paket

Es kommen uns instinktiv zuerst Formeln und statistische Abschätzungen in den Sinn, wenn wir an das Bewerten von Investmentchancen denken. Was aber passiert, wenn Heuristiken bessere Ergebnisse versprechen?

Lasst uns über Nassim Nicholas Taleb sprechen. Er ist Autor und Forscher in den Bereichen Statistik, Zufall und Epistemologie. Im Besonderen beschäftigt er sich mit Methoden zur Berechnung und Interpretation von Zufallsereignissen sowie dem Umgang mit unvorhergesehenen seltenen, aber mächtigen Ereignissen. In seinem jüngeren Jahren war er Spezialist für komplexe Finanzderivate in mehreren Wall-Street-Unternehmen. Nassim Nicholas Taleb war auch einer der wenigen, der die Finanzkrise von 2007 vorhergesehen hat.

Er hat das Konzept der „Schwarzen Schwäne“, also dem eintreten von unvorhergesehenen aber seltenen und mächtigen Ereignissen, eingeführt. Dazu ein Beispiel: Gemeinhin wird angenommen, dass alle Schwäne weiß sind. Es müssen folglich alle Schwäne weiß sein, damit die Aussage weiterhin richtig ist. Es genügt jedoch ein einziger schwarzer Schwan, um die Annahme, dass alle Schwäne weiß sind zu widerlegen.

Die Annahme, dass alle Schwäne weiß sind, ist fragil, da sie immer für alle zutreffen muss. Der schwarze Schwan dagegen ist zwar sehr unwahrscheinlich aber antifragil, da ein einziger genügt um die obige Annahme zu widerlegen. Das bedeutet auch, dass lernen durch Erfolg fragil ist und Lernen durch Misserfolg antifragil.

Anstatt hier zu viel vorwegzunehmen, lasst uns das Konzept der Antifragilität im Hinblick auf Investments untersuchen. Wir tasten uns langsam an die Thematik heran. Zuerst schauen wir uns einige Begriffserläuterungen an um ein Gefühl für Antifragilität zu bekommen. Bevor wir uns damit beschäftigen, wie das Prinzip der Antifragilität auf Investments angewendet wird.

Was ist Fragilität?

Fragil bedeutet, dass etwas schlechter wird, wenn es Stress ausgesetzt wird. Nehmen wir einen Karton mit Weingläsern. Lassen wir den Karton herunter Fallen, gehen aller Wahrscheinlichkeit einige Gläser kaputt. Durch das herunterfallen und dem anschließenden Aufprall werden die Gläser Stress ausgesetzt. Die Gläser sind nach dem Aufprall in schlechterem Zustand als vorher. Dadurch sind sie fragil. Das sieht man auch oft an den bunten „Vorsicht Glas“ Aufklebern auf den Kartonagen.

Was ist Stabilität oder Robustheit?

Etwas ist stabil, wenn es unter Stress unverändert im gleichen Zustand bleibt. Bleiben wir dafür beim Beispiel mit der Box. Nehmen wir jedoch an, die Box ist mit Sand oder Steinen gefüllt. Der Sand ist nach dem Aufprall immer noch Sand, die Steine sind immer noch Steine. Der Zustand und die Qualität des Inhalts hat sich durch den Aufprall nicht verändert.

Was ist Antifragilität?

Antifragil ist etwas, das unter Stress besser wird. Nehmen wir den menschlichen Körper. Sobald wir Sport treiben, z.B. Laufen, setzen wir unseren Körper Stress aus. Das wiederum bewirkt, dass sich das cardiovaskulare System an die neuen Anforderungen anpasst. Bei regelmäßiger Anwendung wachsen Muskeln, Sehnen werden kräftiger und über lange Zeiträume verändert sich sogar die Knochendichte zum positiven. Der menschliche Körper ist in diesem Hinblick also antifragil.

Das heißt für uns, dass Stress gut ist! Allerdings nur zu einem gewissen Maß. Wir haben bei der Antifragilität gesehen, dass beim Laufen die Knochen unter Stress gesetzt werden. Sowie, dass sich bei regelmäßigem Laufen nach einigen Monaten die Knochendichte zum Positiven entwickelt. Setzen wir den Knochen jedoch zu viel Stress in Form von Überbelastung aus, dann bricht er. Stress wirkt sich also nur bis zu gewissen Grenzen Positiv aus. Überschreiten wir diese Grenzen, wandelt er sich ins Negative um.

Zusätzlich müssen wir Systeme im Makro- und Mikro-Bereich unterscheiden. Ein System, das im Makro-Bereich antifragil ist, kann im Mikro-Bereich fragil sein. Nehmen wir eine einzelne Aktie eines Maschinenbau Unternehmens. Obwohl dieses Unternehmen Pleite geht, kann es gleichzeitig passieren, dass sich ein Indexfonds aus allen Maschinenbau Unternehmen im gleichen Zeitraum fast verdoppelt.

Was ist ein antifragiles Investment?

Ein antifragiles Investment ist also ein Investment, das unter Stress im Wert steigt. Das setzt voraus, dass ein Wertverlust selten ist oder, wenn er eintritt, sehr gering ausfällt. Auf der anderen Seite muss der potenzielle Gewinn sehr hoch sein.

Deshalb müssen wir bei der Suche nach antifragilen Investments in verschiedenen Mikro-/Makro-Bereichen suchen. Mit dem Ziel die antifragilen Investments zu finden, die mit einem geringen Verlustrisiko und einer hohen Gewinnerwartung und Gewinnwahrscheinlichkeit einhergehen.

Wie erkenne ich antifragile Anlagegüter?

Auch bei dieser Vorgehensweise kommen wir nicht darum herum, unsere Hausaufgaben zu machen. Zunächst stellen wir für eine potenzielle Anlage das Best- und das Worst-Case Szenario auf. Anhand der beiden Szenarien können wir bereits abschätzen, wie groß der potenzielle Verlust und die Eintrittswahrscheinlichkeit des Worst-Case Szenarios ist. Gleichzeitig lässt sich für das Best-Case Szenario der maximale Gewinn und die Eintrittswahrscheinlichkeit des Best-Case Szenarios abschätzen. Sobald diese beiden Metriken gegenübergestellt werden, erhältst du recht schnell ein Gefühl dafür, ob ein Investment antifragil ist.

Quellen

Antifragilität: Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen — Nassim Nicholas Taleb
Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse — Nassim Nicholas Taleb

Die wichtigste Investment Regel: Mach keinen Verlust

Warren Buffet ist einer der erfolgreichsten Investoren der Welt. Er ist einer der wenigen Investoren, der über Jahre hinweg erfolgreich war und noch ist. Aber auch er folgt einigen wenigen Grundregeln. Eine davon lautet in seinen eigenen Worten:

Rule No.1: Never lose money.
Rule No.2: Never forget rule No.1.

— Warren Buffet

Das heißt nicht, dass er nie Verluste oder Fehler gemacht hat. Fehler sind unvermeidbar. Jedoch versteht es Warren Buffet, die negativen Auswirkungen von Fehlern sehr klein zu halten. Das ist aber einfacher gesagt als getan.

Das Problem ist, dass die meisten „Investoren“ in Wirklichkeit Zocker sind. Was ist ein Zocker? Zocker sind Menschen, die Glücksspiel betreiben. Sie vertrauen dabei auf Ihr Bauchgefühl und reagieren oft emotional und planlos auf etwaige Gewinne oder langfristig eher Verluste. Zocker verstehen oft nicht, Risiken und Wahrscheinlichkeiten abzuschätzen. Daher gehen sie sehr hohe Risiken ein. Dazu ein kleines Beispiel:

Nehmen wir an, ein Zocker geht 100 Tage lang, jeden Tag ins Kasino um sein Glück zu versuchen. Sollte er an Tag 32 Pleite gehen, gibt es keinen Tag 33. Wir müssen daher als Investoren dafür sorgen, dass wir egal was passiert am nächsten Tag immer noch in der Lage sind zu investieren. Das erreichen wir am besten dadurch, indem wir keine Verluste machen.

Was können wir also tun, um Verluste zu vermeiden? Oder besser noch, unsere Gewinne zu erhöhen? Das Zauberwort heißt „Due Diligence“:

Die sorgfältige Prüfung und Analyse eines Unternehmens/Investments, insbesondere im Hinblick auf seine wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Verhältnisse, die durch einen potenziellen Käufer eines Unternehmens/Investments vorgenommen wird.

Um es in einfachen Worten auszudrücken: Nur der Investor, der seine Hausaufgaben macht, wird langfristig erfolgreich sein. Die Frage ist nun: Welche Aufgaben müssen erledigt werden, um eine fundierte Aussage über ein mögliches Investment zu treffen?

Jede Investmentgelegenheit sollte objektiv betrachtet werden. Dafür brauchen wir Bewertungskriterien und Regeln. Welche Kriterien und Regeln das sein können, erläutere ich in einem extra Artikel. Zunächst stellen wir diese Regeln auf und bewerten anschließend das mögliche Investment. Die Entscheidung muss messbar und nachvollziehbar sein.

Es muss auch ein Quervergleich mit anderen Investments gemacht werden, um einerseits das eigene Modell zu validieren und auch um Vergleichswerte zu erhalten. Zusätzlich sollten Investmentchancen aus verschiedenen Bereichen gegeneinander verglichen werden. Was sind die Vor- und Nachteile einer Investmentgruppe gegenüber einer anderen. Wann sind z.B. Aktien besser als Immobilien? Wann sind Staatsanleihen die bessere Wahl und wie ergänzen sie sich?

Anschließend sollte der Best-Case und Worst-Case Fall betrachtet werden. Welche Auswirkungen haben die beiden Szenarien auf deine finanzielle Situation? Was kannst du tun, um den Worst Case Fall zu verhindern oder zumindest abzuschwächen? D.h. mögliche Verluste „minimieren“. Was kannst du im Gegenzug tun um das Best-Case Szenario zu verbessern, oder die Wahrscheinlichkeit des Eintritts zu erhöhen?

Nun da wir die Szenarien ermittelt haben, ist es auch wichtig herauszufinden, wie wahrscheinlich es ist, dass die beschriebenen Szenarien eintreten? Wie groß ist das Gewinn- und Verlust-Risiko?

Zu guter Letzt stelle Regeln auf, bevor du investierst. Wann verkaufst du das Investment, wann macht es Sinn nachzukaufen und wann ist es sinnvoll das Investment zu halten? Das Wichtige ist, dass du dich an die aufgestellten Regeln hältst. Dadurch vermeidest du, dass die Emotionen dein Handeln bestimmen und in die Zockerei abzudriften.

Quellen

Die Essays von Warren Buffett: Die wichtigsten Lektionen für Investoren und Unternehmer — Warren Buffet

Die vier Arten Geld zu verdienen

Geld

Wie bei so vielem im Leben gibt es mehrere Wege um ein Ziel zu erreichen. Das heißt jedoch nicht, dass alle Wege gleich sind. Im Gegenteil, sie unterscheiden sich oft sogar sehr stark. Manche sind kurz und steinig, andere lang und flach.

Genauso ist es beim Geld verdienen. Es gibt mehrere Arten das zu bewerkstelligen. Jedoch könnten Sie nicht unterschiedlicher sein. Auf die Grundprinzipien reduziert, gibt es nur 4 Arten Geld zu verdienen. Diese möchte ich im nachfolgenden erläutern.

Geld kann verdient werden, als

  • Angestellter
  • Selbstständiger
  • Unternehmer
  • Investor

Der Angestellte arbeitet am Tag X Stunden und bekommt dafür Y Geld. Die Anzahl der gearbeiteten Stunden korreliert direkt mit dem Gehalt. Zusätzlich ist das Gehalt recht stark besteuert. Jeder, der mehr als einen Grundbetrag verdient, muss darauf Lohnsteuer bezahlen. Der Steuersatz steigt progressiv bis zu einem Spitzensteuersatz an. Die Steuer wird erhoben, bevor der Angestellte jemals das Geld sieht. Der Angestellte ist auch sehr reglementiert in dem was er machen darf und was nicht.

Der Selbstständige tauscht genauso wie der Angestellte Zeit gegen Geld. Er hat in diesem Unterfangen jedoch etwas mehr Freiheiten. Er kann selbst bestimmen für wen er wann und wo arbeitet. Auch hat er bei der Ausgestaltung von Steuern etwas mehr Spielraum. Der Selbstständige arbeitet aber trotzdem noch nach den Grundprinzipien eines Angestellten. Daher ist es nur eine marginale Verbesserung in die richtige Richtung.

Der Unternehmer arbeitet dagegen nach ganz anderen Spielregeln. Er arbeitet nicht für andere, sondern für sich selbst. Er tauscht nicht Zeit gegen Geld, sondern er tauscht seine Arbeitskraft gegen Wachstum der Firma oder der Firmen. Das geht auch mit höherem Umsatz und Gewinn einher. Auch zahlt er weniger Steuern. Ein intelligenter Unternehmer besitzt die Firmen nur und lässt sie von jemand anderem leiten. Sodass sich der Unternehmer auf die nächste Firma konzentrieren kann.

Der Investor investiert Geld oder Arbeitsleistung mit dem Ziel in der Zukunft regelmäßige Rendite durch Zinsen, Dividende, Ausschüttungen oder Verkäufe zu erzielen. Er zahlt am wenigsten Steuern. Im Optimalfall erst, wenn er das Geld ausbezahlt bekommt. Das heißt, das Geld wird erst zum Schluss besteuert.

Die Armen Menschen sind in der Regel als Angestellter und Selbstständiger tätig. Die wohlhabenden sind hauptsächlich als Unternehmer und Investor aktiv. Siehst du den Unterschied?

Fazit

Arbeite für dich selbst. Als Angestellter oder Selbstständiger wird Zeit gegen Geld getauscht. Das Problem damit ist, dass es nicht skaliert. Ein Mensch kann maximal 24 Stunden am Tag arbeiten. Wer dagegen im Leben wohlhabend ist, oder es werden möchte, ist entweder als Unternehmer oder als Investor tätig. Unternehmer und Investoren arbeiten auf einer anderen Ebene. Sie arbeiten für sich selbst und lassen zusätzlich andere für sich arbeiten.

Quellen

Cashflow Quadrant: Rich dad poor dad — Robert T. Kiyosaki
Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen — Robert T. Kiyosaki

Wie uns unsere Umgebung beeinflusst

Wie die meisten Erwerbstätigen muss ich jeden Morgen von meiner Wohnung zur Arbeitsstelle fahren. Die Distanz zwischen Wohnung und Arbeitsstelle beträgt ungefähr 15km.

Ich wohne in einem beschaulichen Dorf, entlang einer S-Bahn Linie. Von meiner Wohnung bis zur Haltestelle sind es ca 2 Minuten Fußweg. Die Arbeitsstelle ist fast genauso nah an der S-Bahn Haltestelle. Dort sind es 3 bis 4 Minuten Fußweg. Zusätzlich steht mir noch das Fahrrad und das Auto als alternative Verkehrsmittel zur Verfügung, um zur Arbeitsstelle zu gelangen.

Es scheint die ideale Strecke zu sein um jeden Tag mit der S-Bahn zur Arbeit zu fahren. Sie ist auf jeden Fall günstiger und umweltschonender als das Auto. Beides Qualitäten, die ich als sinnvoll erachte. Das Auto ist dagegen teuer im Unterhalt und der Verkehr lässt einen schon gestresst bei der Arbeit ankommen. Warum nehme ich trotzdem jeden Tag das Auto zur Arbeit?

Es ist schlichtweg das komfortabelste Fortbewegungsmittel, auf das ich Zugriff habe. Wir müssen jetzt präzise sein. Ich habe geschrieben das Komfortabelste. Das Auto ist das Fortbewegungsmittel, das mich am schnellsten zum Ziel bringt und das genau dann, wann ich möchte. Wartezeiten bevor es losfährt, gibt es keine. Deswegen das Komfortabelste. Es ist keineswegs das Sinnvollste, und auch nicht das Verkehrsmittel, das ich verwenden will. Die S-Bahn benötigt 5 Minuten länger zum Ziel, allerdings kann ich während der Fahrt etwas sinnvolles tun. Das große Problem sind allerdings die Abfahrtszeiten. Die S-Bahn fährt nur zu festen Zeiten alle 30 Minuten. Das heißt, es ist etwas Planung notwendig. Genau dieses Problem macht die S-Bahn für mich unkomfortabel.

Bitte versteht mich hier nicht falsch. Ich will mit der S-Bahn fahren. Mit Willenskraft bekomme ich das auch einige Tage hin. Früher oder später fange ich jedoch unbewusst wieder an mit dem Auto zu fahren.

Willenskraft ist also nicht genug, da meine Umwelt gegen mich arbeitet. Die Umwelt ist über kurz oder lang immer stärker als die eigene Willenskraft. Was kann ich also tun?

Die Umwelt muss angepasst werden, sodass die S-Bahn das komfortabelste Fortbewegungsmittel für mich wird. Das heißt, entweder die S-Bahn muss durch die Erhöhung der Taktzeiten komfortabler werden, oder das Auto muss unkomfortabler werden. Hier schlägt eine weitere Grundregel zu. Konzentriere dich auf die Aktionen, die du kontrollieren kannst.

Die Taktzeiten der S-Bahn sind für mich schwer zu beeinflussen. Ich kann es probieren, die Aussicht auf Erfolg ist jedoch relativ gering. Das heißt, die Taktzeiten der S-Bahn sind höchstwahrscheinlich außerhalb meiner Kontrolle („Not in my locus of control“).

Wie zugänglich das eigene Auto ist, kann ich dagegen sehr gut kontrollieren.

Fazit

In diesem Artikel habe ich einige Grundregeln für die Gestaltung des eigenen Lebens erläutert. Es ist wichtiger die Umwelt umzugestalten, sodass sie das gewünschte Verhalten fördert, als mit Willenskraft dagegen zu kämpfen und doch zu verlieren. Außerdem sollten wir unsere Arbeit auf das konzentrieren, das in unserer Kontrolle liegt. Wir können nichts ändern, das außerhalb unserer Kontrolle liegt. Wir können aber daran arbeiten, dass etwas durch uns kontrollierbar wird.

Quellen

Das Gesetz des Erfolges — Paramahansa Yogananda